Achtung - Thema verfehlt!

Veröffentlicht am 18.09.2015 in Internationales

Die Jusos Jena zeigen sich empört über die Aussage des Jenaer OB Albrecht Schröter zum deutsch-israelischen Verhältnis: „Die naive Einschätzung Schröters verdreht die humanitäre Katastrophe in Syrien ins Absurde“, so Josephine Petzold für die Jusos Jena.

Schröter trage unwissentlich dazu bei, antisemitisches Denken in der Gesellschaft salonfähig zu machen. Am Mittwoch hatte Schröter die zunehmende Anzahl an Geflüchteten nach Deutschland in unmittelbare Verbindung mit Israel gebracht und ein Umdenken im deutsch-israelischen Verhältnis eingefordert.

Die Behauptung, eine islamfeindliche US-Politik sei hauptverantwortlich für die Flucht Hunderttausender Menschen, greife ebenfalls viel zu kurz. Eine Beschäftigung mit den komplexen Ursachen für Flucht und Vertreibung halten die Jusos Jena für wichtig, sie sollte aber nicht in einfachen Antworten münden, die eher Ressentiments befördern als Lösungsvorschläge anzubieten.

Bereits 2012 war der OB in die Kritik geraten: Mit seiner Unterstützung einer Kampagne des Pax Christi forderte er einen Boykott israelischer Waren und sorgte damals für breiten Unmut unter seinen Genossen und der Jenaer Bevölkerung.

Antisemitismus ist nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem in Deutschland, der sich nicht selten über undifferenzierte Israelkritik äußert. Meinungsumfragen wie die „Fragile Mitte“ Studie der Friedrich Ebert Stiftung belegen, dass antisemitischen Aussagen in Teilen der gesamten Gesellschaft zugestimmt wird. Zum anderen haben antisemitische Demonstrationen und Übergriffe im vergangenen Jahr gezeigt, dass es auch heute noch eine unmittelbare Gefahr für Jüdinnen und Juden in Deutschland gibt. 

 

Kontakt

Jusos in der SPD Jena
c/o SPD Jena
Teichgraben 4
07743 Jena

Email

Facebook

Mitglied werden